Pressemitteilungen
Hier haben wir zwei Grundsätze: eher sparsam und eher lokal bezogen. So äußern wir uns normalerweise nicht zu Weltereignissen, sondern achten darauf, dass ein lokaler Bezug zum Raum Gießen bzw. ein sachlicher zu unseren Mitgliedern besteht.
Herausforderungen für den Interreligiösen Dialog – Gießen beteiligt am Hess. Landeskongress
Interreligiöse Dialoginitiativen vor Ort haben es derzeit nicht leicht. Klamme Kassen in Kommunen und Kirchen setzen Grenzen. Gesellschaftliche Konflikte machen es mühsam, Vertrauen zu gewinnen. Beim sechsten hessischen Landeskongress der Räte der Religionen am Sonntag, dem 31. Mai 2026, tauschten sich Delegierte aus zwölf Städten und Landkreisen in Frankfurt am Main darüber aus, wie der Austausch über Glaubensgrenzen hinweg gelingen kann. Der Rat der Religionen im Kreis Gießen war durch Pfarrer i. R. Bernd Apel (Ev. Kirche / 5. v. R. stehend im Foto und Gemeindereferentin Uta Kuttner (Kath. Kirche / 9. v. R.) vertreten.
Außerdem hatten Räte und Runde Tische der Religionen aus Frankfurt am Main, Fulda, Dietzenbach, Dreieich, Hanau, Hofheim am Taunus, Marburg, aus dem Hochtaunuskreis, dem Main-Kinzig-Kreis, dem Odenwaldkreis sowie aus dem Landkreis Darmstadt-Dieburg Delegierte in das „Haus am Dom“ entsandt. Der gastgebende Frankfurter Rat der Religionen stimmte mit einem multireligiösen Impuls aus hinduistischen, jüdischen […]
Gießener Rat der Religionen beim Bundeskongress in Münster dabei
„Westfälischer Frieden 2023 bedeutet Frieden aller Religionen“ – unter diesem Motto kamen 375 Jahre nach dem Abschluss des Westfälischen Friedens etwa 60 Vertreter:innen interreligiöser Dialoginitiativen aus ganz Deutschland zu ihrer Jahrestagung in Münster zusammen. Der Rat der Religionen im Kreis Gießen wurde dabei von seinem Geschäftsführer, Pfr. i. R. Bernd Apel (Gruppenbild: mittlere Reihe, 4. v. r.) vertreten.
In seiner Begrüßung sagte Oberbürgermeister Markus Lewe zu den Delegierten, „dass der interreligiöse Dialog essentiell für ein friedliches Miteinander ist“. Der zuständige Abteilungsleiter im Bundesinnenministerium, Jörn Thießen, versicherte die Verantwortlichen „seines Respekts und seiner Wertschätzung für Ihr interreligiöses Engagement“ und bekräftigte die Unterstützung seines Hauses dabei. Angesichts der globalen Herausforderungen und gewaltsamen Auseinandersetzungen rückte der Kongress die Frage nach der Bedeutung des Friedensschlusses von 1648 in den Mittelpunkt. Die Hauptvorträge hielten die Historikerin Siegrid Westphal (Universität Osnabrück) und der Religionssoziologe Alexander-Kenneth Nagel (Universität Göttingen). „Es war ein Wunder, dass der […]
Landeskongress Hessen Räte der Religionen in Gießen
Der „Rat der Religionen im Kreis Gießen“ durfte am 7.5. Gastgeber sein für den ersten Landeskongress der Räte bzw. Runden Tische der Religionen in Hessen. Nach mehreren informellen bzw. digitalen Treffen waren zu diesem Kongress in Präsenz die Delegierten von insgesamt 16 hessischen Räten (zuweilen auch „Runde Tische“ oder „Interreligiöse Foren“ genannt eingeladen. In ihnen sind, bezogen je auf Kommunen oder Landkreise, u. a. Juden, Christen, Muslime, Hindus, Buddhisten, Sikhs und Baha´i multilateral und mit den Gebietskörperschaften vernetzt. Sie stehen miteinander im inhaltlichem Austausch, führen integrative und interkulturelle Projekte (z. B. „Interreligiöse Stadtrundgänge“) durch und beraten bzw. unterstützen bei Fragen des multireligiösen, multikulturellen und multiethnischen Zusammenlebens.
Nach der Möglichkeit zum Besuch eines christlichen Gottesdienstes in der Ev. Petruskirche und zum gemeinsen Mittagessen kamem zum Kongress selbst 24 Religionsvertreter aus Dietzenbach, Frankfurt, Fulda, Gießen, Hanau, Kassel, Marburg, dem Odenwald-Kreis und Offenbach zusammen. Schwerpunkthema war dabei die Vorstellung des 2022 gegründeten „Forum Zukunft […]
Bundeskongress der Räte der Religionen will in der Fläche präsenter werden
Vom 11. auf den 12. September 2022 fand die 5. Tagung des Bundeskongresses der Räte der Religionen in Berlin statt. Der Ort sollte auch den Anspruch des Kongresses unterstreichen, als bundesweiter Zusammenschluss lokaler interreligiöser Dialoginitiativen Ansprechpartner für die Bundespolitik zu sein. Zentrales Thema der Veranstaltung war die Sichtbarkeit und Sichtbarmachung von Religion im öffentlichen Raum, mitsamt der sich daraus im gesellschaftlichen Miteinander ergebenden Fragen und Spannungen. Die Islamwissenschaftlerin Prof Dr. Riem Spielhaus legte in ihrem Vortrag dar, dass sich die These vom Verschwinden der Religion nicht erfüllt habe, die Kriterien für „Sichtbarkeit“ aber der veränderten, nicht mehr allein von den christlichen Kirchen dominierten Landschaft Rechnung tragen müssten. Religion finde heute z.B. verstärkt im Internet statt, organisierte Religionsgemeinschaften verlören ihre absolute Deutungshoheit und ihre Bindungskraft. Daher müsse auch nach Wegen gesucht werden, die im Grundgesetz jedem Einzelnen garantierte Religionsfreiheit unabhängiger von Organisationsformen zu gewährleisten. Dies sei vor allem als Auftrag an den Staat zu verstehen, sein Bild der Religionen und […]